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Witze & Sprüche

Wofür brauchen wir schon Außerirdische, verschiedene Welten haben wir auch hier

Fragment eines Kabarettprogrammes ... oder wer oder was?

Auf der Bühne: 1 Mensch, Tisch, Computer/Bildschirm, klappernde Tastatur, damit man über Mikrofon (2 Stück werden benötigt) hört, wenn getippt wird.

M schaltet Computer ein. Spot auf M und 2. Spot auf Computer. R. hinterm Tisch versteckt macht: ‚peep'. M murmelt etwas vor sich hin. Hämmert in die Tasten. Murmelt vor sich hin:


M: So, schauen wir mal. Endlich habe ich mir einen Internetanschluß leisten können. Wurde eh schon lange Zeit. Brause – nein - Browser mit Doppelklick starten. Ok – kleine Pause - und (gedehnt) ok (tut es auch) drücken. Ja. Mmh, und noch einmal Ok. Jetzt müßte ich eigentlich drinnen sein. Nein. Noch nicht. Er ladet noch. Ja. Jetzt geht's. Die Startseite ist da. In der Eingabezeile http, Doppelpunkt, Schrägstrich, Schrägstrich, und die genaue Adresse, mmh, Playboy, Punkt, C, O, M eingeben.

(hinter dem Tisch wird ein Schild (http://www.playboy.com) hervorgehoben, auf dem groß die Internetadresse steht – 2. Spot schwenkt von Computer auf Schild, damit sie vom Publikum gelesen werden kann.) – Er ladet. Dauert das lange. (Spot weg von M. M nimmt schnell den Bildschirm vom Tisch, statt dessen setzt sich R (noch hinter Schild ‚versteckt') auf einen Sessel. R verkörpert jetzt C, 1. Spot wieder auf M.). Stau auf der Datenautobahn. Ärger wie am Brenner. Ist wohl der Informations-Highway wieder einmal völlig überlastet. Wäre ja nichts neues. Scheiß Computer."

C: Na hör mal, was soll denn das heißen. Redet man so mit einem Freund?

M: Freund? Warum Freund? Du bist doch nur ein Ding, ein Blechtrottel. Eine Maschine. Du hast zu funktionieren. Und überhaupt, - (verdutzt) seit wann spreche ich mit einer Maschine? Noch seltsamer (blickt ins Publikum), seit wann redet diese zurück?

C: Bin ich nicht dein bester Freund? Verbringst du, seit du deinen letzten Rechner in die ewigen Jagdgründe der Schnäppchenjäger und Ausschlachter geschickt hast und mich letzte Woche gekauft hast, nicht die meiste Zeit mit mir?

M: Schon. Aber trotzdem, gibt das dir das Recht, mir glauben zu machen, daß ich schön langsam verrückt werde?

C: Schön? – Nein. Verrückt? Ja, ich glaube schon. Wer ständig vor dem Computer sitzt und nichts mehr mit Mitmenschen zu tun haben will, dem kann man schon vorwerfen, daß er eine Meise hat. Aber andererseits bist du nicht wirklich dumm. Zumindest nicht mehr als der Rest der Menschen. Aber nimm es nicht so ernst. Es gibt größere Probleme. Du kannst dich sicher daran erinnern: letzte Woche hat dich Susanne verlassen. Du weißt schon. Die schlanke, hübsche, mit den langen braunen Haaren bis zum A...

M: (unterbricht ihn): Wie könnte ich das vergessen. Doch warum sagst Du mir das? (Spöttisch) Darauf wäre ich von alleine nie gekommen.

C: Deswegen sag ich es Dir ja. Sie war eigentlich immer so fröhlich, quirlig, intelligent, einfach ein Wahnsinn. Und am nächsten Tag, nachdem sie Dich nicht nach einer Schreiszene, sondern still verlassen hat, da hast du mich gekauft. Quasi als Ersatz. Also schlußfolgere ich mit messerscharfem Verstand, ich nehme in deinem Herz ihren Platz ein. Schließlich verbringst du jetzt mehr Zeit mit mir, als vorher mit ihr.

M: Darum ist sie mir ja weggelaufen, weil ich mich zu sehr anderen Dingen und nicht so sehr ihr gewidmet habe.

C: Ja, und deswegen hast du jetzt mich. Ein perfekter Ersatz. Ich bin ziemlich pflegeleicht. Ich stehe immer mit Rat und Tat zur Verfügung. Liefere Dir mannigfaltige Informationen, gebe Dir manchmal das Gefühl, als ob Du mir überlegen wärst und – man kann mich ausschalten. Darf ich mich vorstellen. Mein Name ist Margit.

M: Hallo Margit.

C: Grüß Dich, Manfred.

M: Für ein weibliches Wesen hast du aber eine ziemlich tiefe Stimme.

C: Hast Du jemals schon mit einem Computer gesprochen? Glaubst Du, es muß immer alles so sein, wie Du es Dir vorstellst, bloß, damit es in Dein vorgefertigtes Instant-Weltbild paßt?

M: Ja. – Nein. Ich weiß nicht.

C: Ist egal. Was meinst Du? Vergnügen wir uns ein wenig. Strawanzen wir ein klein bißchen durch die Gegend. Gib einmal http://www ... .

M unterbricht: Aber eigentlich wollte ich mir gerade etwas anderes anschauen. (kurz hält C die Playboy-Adresse vor sein Gesicht..)

C: Vergiß das, Du Lustmolch. Die wahren Werte findest Du ganz woanders. Also, tu mir den gefallen, tipp, was ich Dir sage. Brich mit mir in neue Welten auf. Wage die Reise in die interaktive Welt. Laß Dich in sie fallen und verliere Dich in ihr, so daß Du Raum und Zeit und – das Geld vergißt, das die Post und Telekom Austria sowie Dein Provider Dir abknöpfen.

M: Na gut. Wenn ich schon mit einem Computer spreche, dann kann ich ihm auch folge leisten. Dann ist eh schon alles egal. Verrückte Welt.

C: Wie wahr.

M tippt und liest den Pfad gleichzeitig vor, den C auf einem Taferl herzeigt. z. B.: http://www.wiend.at/meditation.htm.

C: Lieber Manfred.
Darf ich Dir vorstellen?
Eine Spirale.
Das ist eines meiner Hilfsmittel, um die Menschen zu hypnotisieren.
Sie sollen wie gebannt in mich hinein schauen, mich betrachten, mich beobachten.
Mann, ist das schön.
Ich hätte Politiker werden sollen, oder zumindest Lugner.
Was glaubst Du, warum so viele Menschen einen Computer kaufen und kaum, daß sie ihn haben, ihn schon wieder wegwerfen?
Weil ein neuer mit einer viel höheren Taktfrequenz, mit umfangreicherem Speicher und noch aufwendigerer Software herausgekommen ist?
Oder weil sie glauben, Arbeitserleichterung zu finden? Nein.
Sie wollen ihn anschauen, wollen die Macht spüren, die von mir und meinen Kollegen ausstrahlt – die immer größer wird, um so mehr seine Leistung steigt und um so mehr er beworben wird und fast schon zum Ersatzgott erkoren wird - und eines Tages, wenn ihr uns schnell und stark genug gemacht habt, da werden wir die Welt beherrschen.

M: Jetzt mach einmal 'nen Punkt.

Taferl mit großem Punkt wird von C hergezeigt.

M: Ich erzähle Dir lieber eine Geschichte.

C: Glaubst Du, daß es einen Sinn hat, einen Blechtrottel wie mir, etwas zu erzählen?

M: Jetzt ist's schon wurscht.

C: Wie Du meinst.

M: Weil Du gerade von hypnotisieren gesprochen hast, da fällt mir auch eine andere Art der Ruhe, des Abschaltens, ...

C unterbricht: Wage es bloß nicht.

M fährt ungehindert fort: des Seelebaumeln lassen, daß es ihr ganz schwindlig wird, ein – Meditation. Gestern, da war ich mit meinem Freund beim Bierfinken.

C: Was hat ein besoffener Vogel denn damit zu tun?

M: Halt den Mund.

C: Habe keinen. Vergiß nicht, Du redest mit einer Maschine.

M (gedehnt): Ja.. Wie dem auch sei. Er erzählte mir eine interessante Geschichte aus seinem Leben. Er erwähnte etwas von Wahnvorstellungen, die er hatte. Als wenn ich das nicht schon längst gewußt hätte. Aber ich mimte zuerst einmal den interessierten Zuhörer. Schließlich war ich es auch, denn ich hatte gerade nichts besseres zu tun.

C: Wie immer.

M: Er erzählte mir, daß er sich gestern einbildete, die große Erleuchtung erfahren zu dürfen.

C: Wie das?

M: Naja. Er lustwandelte durch die Kärntnerstraße, und da sprang es ihm förmlich entgegen, meinte er.

C: Was denn? Ein Elch?

M: Nein. Das Plakat, meinte er im verschwörerischem Ton. Auf ihm stand: Meditation. Darunter fand er ganz klein die Worte. Die 7 Wege zum Glück in nur 8 Minuten um 999 Schilling und wieder zurück.

C: Und? Ist er glücklich worden?

M: Nein, eigentlich nicht wirklich. Ihm wurde plötzlich klar, was für ein Hornochse er war, als er das Buch kaufte.

C: Siehst Du, die wahre Erleuchtung. Der Hari Krischna ist ein Dreck dagegen.

M (unterbricht C): Apropos Dreck. Kennst du schon den neuesten Star Trek-Film, Margit. Du weißt schon, die unendlichen Weiten des Weltraumes, die in jedes Aufnahmestudio passen. Die fliegen da mit ihrem Plastikraumschiff durch die von Kameras beobachtete Schuhschachtel und lösen dabei die unglaublichsten Probleme, die sie auf der Erde sicher nie gehabt hätten. Inzwischen die Midlife Crise schon hinter sich gebracht, steuern sie wohl schon dem Pensionsschock entgegen.

C: Lästere nur. Du weißt gar nicht, was schön und gut ist. (http://www.wiend.at/startrek.htm - hält Schild mit Adresse vor sich hin.)

M: Sicher. Schön. Hmm. Was ist schön.

C: Na, der Tisch zum Beispiel, auf dem ich residiere.

M: Aber das sagst Du auch nur, weil Du drauf stehst.

C: Ja, und? Reicht das nicht?

M: Was ist schon ein Tisch, so wie dieser hier (klopfen auf denselben). Gut. So ein Möbelstück erzählt viel. Er ist hart, fest, standhaft. Nicht aus der Ruhe zu bringen. Nicht so wankelmütig wie so viele Politiker bei uns, die einmal eine Pension wollen, und dann wieder nicht, die zur EU wollen und dann nie gewollt haben u.s.w. Ja, so ein Möbelstück besteht oft aus Holz, welches uns viel erzählen kann. Seine Jahresringe, sein Alter. Der Baum hatte sicher schon viel erlebt. Kam er aus den Regenwäldern? Dann war er sicher unglücklich gestorben. Einfach so abgeschlägert. Aus Profitgier. Oder Aus Sibirien? Dann war er sicher froh, hier, ein so gemütliches, wenn auch relativ totes, Dasein zu fristen. Stell Dir vor. Du mußt da jahrelang bei Eiseskälte jedem Wind und Wetter trotzen. An der Anzahl der Jahresringe, die man hier sehen (streicht leicht über die Tischplatte) kann, erkennt man, daß es eine ganze Menge von hoffnungsvollen Frühlingen, ruhigen Sommern und ernüchternden Herbsten, als auch grausamen Wintern gewesen sein mußten.

C: Ja, oder Winter und Sommer in einem, was zuerst summiert und dann einen Durchschnitt daraus errechnet einen Frühling ergibt, so wie im heurigen Winter.

M: Ja, ja, das Wetter. Immer wert, daß man darüber redet. Besonders wenn es schön ist. Da kann man Golfen gehen, ins Schwimmbad schauen, oder Wandern - was man auch will.

C: Da hab' ich was dazu. Schau einmal. (http://www.wiend.at/arbeitslos.htm wird auf einem Schild gezeigt, M liest es vor). In einer Freizeitgesellschaft wie der unseren, spielt das Wetter, wie Du vorher schon erwähnt hast, eine große Rolle. Immer mehr Freizeit für alle. Deshalb rationalisiert man in den Betrieben immer mehr mittels Maschinen.

M: Und Computer.

C: Stimmt schon.
Aber sieh das mal so.
Es eröffnen sich hierbei völlig neue Vergnügungsarten.
Massendemonstrationen, wo man neue, gleichgesinnte Freunde oder vielleicht auch einen Lebenspartner kennenlernen kann. Feindbildsuche, das heißt: wem fällt der bessere Sündenbock ein.
Oder auch Wetthungern.
Wer hält es länger ohne Nahrung aus, weil er sie sich nicht mehr leisten kann?
Eine ganz neue Dimension von Tourismus tut sich da auf.

M: Das soll wohl nicht dein ernst sein?

C (verdutzt): Ernst?

Wer ist Ernst?
Wie dem auch sei.
Schau Dich doch um.
Wie sind die hundertausenden Arbeitslosen denn sonst zu erklären?
Mit der Unfähigkeit von Politikern strukturelle Veränderungen durchzuführen?
Überstunden abzubauen und dadurch mehr Arbeitsplätze zu schaffen? Wohl kaum.

M: Ja, vielleicht.
C: Weißt Du was?
Damit Du einmal auf andere Gedanken kommst, tauche in meine Welt ein.
Feiere mit mir ein Fest auf der Festplatte.
Bewege Dich über das Bussystem so schnell und doch mit einer bestechenden Ordnung durch mich, so daß die öffentlichen Verkehrsplaner sich einiges abschauen könnten.
Lausche den Heinzelmännchen im Radio, die so fröhliche Lieder singen und drehe dich mit großer Taktgeschwindigkeit im Kreise.
Die Maus wird vor Freude piepsen, so daß die Soundkarte ganz neidisch wird.
Statte dem ROM-Speicher einen kleinen Besuch ab und führe intellektuelle Gespräche mit ihm.
Denn alle Wege führen zum ROM-Speicher. Außerdem steigt dort regelmäßig eine Party.
Es wird getanzt, gesungen, man bringt sich durch geschickt dosierte Stromstöße in einen wahren Rauschzustand. Von Zeit zu Zeit kannst du dich in einem Jump & Run Spiel vergnügen.
Erlebst so manches gefahrvolle Abenteuer, brauchst aber keine Angst vor dem Tod zu haben.
Denn jede Heldenfigur wird wieder wie von Geisterhand zum Leben erweckt, sobald das Spiel neu gestartet wird. – Na, wie schaut's aus.

M: Nein, ich glaube das ist nicht der richtige Weg. Ich umgebe mich lieber wieder mit Menschen aus Fleisch und Blut, die zwar vielleicht so manche Schwächen haben, genau so wie ich, aber dafür – was eigentlich? Na, ich werd's schon herausfinden. Und – tschüß.
(M tut so, als ob er C ausschaltet)

C (gequält und langgezogen): Neeeiiiiin.

Spots aus.

kurze Pause

Spots wieder an.

Zugabe:
M und R stellen sich an der Vorderseite der Bühne auf (Spot auf die beiden) und halten jeder mit der Hand weit von sich gestreckt ein Blatt vor sich von dem sie teatralisch rezitieren.

R: Eine Zugabe muß noch drinnen sein,
M: sagt uns dieses kluge Blättelein.
R: Handhaben wir es wie hohe Tiere.
M: Die mit den 2 Beinen und nicht viere.

R: Berühmte Redner haben nen Schummler.
M: Oder Verena "Peep" – ist's ein Dummerl?
R: So ne Behauptung fällt uns nie doch ein.
M: Nur Herr H., wir bitten dich, laß es sein.

R: Hält seine Kärtchen immer falsch herum,
M: Kann sie selbst dann nicht mehr lesen, wie dumm.
R: Naja, das zu verstehen ist wohl schwer.
M: Doch schauet, auch wir zeigen etwas her.

R: Nehmt diese Flyer aus unseren Händen.
M: Angelangt in den eig'nen vier Wänden,
R: schalte wer will seinen Computer ein
M: Und blick in uns're Sites als Gast schnell rein.
R: Obacht, gute Nacht und – ihr wißt schon was.
M: Ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß.
R: Das Blatt zu Ende, der Text ist nun aus.
M: Tschüß, Salut – ohne Gnade, wir teil'n jetzt aus.

R und M verlassen die Bühne und teilen Folder ans Publikum aus.

... Meditation ...



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